Unfall oder gar Mord ?
Der Tod von Bruce Lee ist auch heute noch nach fast 30 Jahren von vielen Geheimnissen umgeben: Unfall, natürlicher Tod, oder gar Mord ? Es gab eine Untersuchung in Hong Kong, bei der aber keinerlei Beweise für einen unnatürlichen Tod gefunden wurden. Bruce Lee war im Alter von 32 Jahren körperlich topfit. Er trank nicht, er rauchte nicht. Er trainierte pro Tag mindestens drei Stunden und joggte jeden Morgen fünf Kilometer. Er lebte in einem der schönsten Häuser von Hong Kong mit elf Zimmern und sechs Bediensteten. Man hatte ihm 1 Millionen US-Dollar für seinen nächsten Film geboten. Wurde er das Opfer von Neid und Mißgunst ? In Hong Kong begegnen sich zwei sehr verschiedene Welten. Die Kontrolle der Asienmetropole lag Gerüchten zufolge damals nicht nur in den Händen der Verwalter der englischen Kronkolonie. Auch die chinesische Unterwelt hatte überall ein "Wörtchen" mitzureden, zumindest aber in vielen Geschäften "die Finger mit im Spiel". Vor diesem Hintergrund schien sein letzter Film "Game of Death" gradezu einen aktuellen Bezug zu haben. Bruce spielt in diesem Streifen den Action-Star Billy Lo, der von einem Gangstersyndikat erpresst wird, die sich mit der Ausbeutung von Prominenten aus der Show und Sportwelt beschäftigen.
Aberglaube oder Vorzeichen ?
Die Wahrheit und die Hintergründe über den Tod des King of Kung Fu wird man wohl nie ganz lückenlos herausfinden. Die Geschichte der Lee-Familie weist in jeder Beziehung tragische und erschreckende Parallelen auf. Beide, Vater Bruce wie auch Sohn Brandon, drehten vier Filme und hinterließen ein unvollendetes Werk. Wie auch schon Bruce Lee litt Sohn Brandon in den letzten Jahren vor seinem Tod unter Todesahnungen. 20 Jahre nach dem Tod seines Vaters kam auch Brandon am 31. März 1993 auf mysteriöse Weise ums Leben, wieder ein Tod, dessen Klärung wohl nie hundertprozentig erfolgen wird.
Die Chinesen gehen mit der Verknüpfung tragischer Ereignisse in der Lee-Familie noch viel härter ins Gericht. Dort spielen Mystik und Vorahnung, negative Anzeichen und Namen einen große Rolle. Der Film "Game of Death" wird in China in einem Atemzug mit Brandons letztem Film "The Crow" genannt. In beiden Filmen kommt nach chinesischem Verständnis das Wort Tod vor. Die Krähe gilt in der chinesischen Mythologie als der "schwarze Tod", ein Vogel, der Unheil bringt. Ebenso machten Vater wie Sohn jeder vier Filme. Die Zahl vier –im kantonesischen "Sei" bedeutet ebenfalls Tod. Brandon Lee verstarb mit 28 Jahren, exakt 4 Monate vor dem 20. Todestag seines Vaters. Für die Chinesen sind diese Verknüpfungen mehr als nur purer Zufall.
